Erste Hilfe bei Sicherheitslücken · aktuell: PHP2Shell

    PHP2Shell: Erste Hilfe für Ihre PHP-Website

    Zwei kritische Lücken in PHP selbst (CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619, CVSS 9.2) erlauben es, ohne Login Code auf Webservern auszuführen. Hier steht, wie Sie prüfen, ob Sie betroffen sind, und was bis zum Update hilft. Oder wir erledigen das für Sie.

    Kostenlose Anleitung

    1Bin ich betroffen?

    Betroffen ist jede PHP-Version vor den unten genannten Ständen, nach bisherigen Analysen zurück bis PHP 5.4. Es spielt keine Rolle, ob PHP über PHP-FPM, mod_php, CGI oder LiteSpeed läuft.

    Auf Shared Hosting sehen Sie die Version im Kundenmenü Ihres Hosters unter den PHP-Einstellungen. Auf einem eigenen Server zeigt php -v nur die Kommandozeile. Entscheidend ist die Version, mit der der Webserver PHP ausführt.

    Zählen Sie alles mit, was PHP ausführt: Website, Shop und Kundenportal, aber auch vergessene Dateien wie die Platzhalterseite des Hosters, alte Kopien der Website und Admin-Werkzeuge. Auf Shared Hosting laufen oft alle Domains eines Kontos unter demselben Benutzer.

    PHP-ZweigSicher ab
    8.58.5.12
    8.48.4.27
    8.38.3.36
    8.28.2.35 (Sicherheitssupport endet am 31.12.2026)
    8.1 und älterkein offizielles Update, beim Hoster oder der Linux-Distribution nachfragen

    2Sofortmaßnahme bis zum Update

    Nach bisherigem Stand laufen alle bekannten Angriffswege über Anfragen vom Typ multipart/form-data. PHP verarbeitet sie, bevor Ihre Anwendung startet. Wartungsmodus und Sicherheits-Plugins greifen deshalb nicht. Braucht Ihre Website keine Datei-Uploads, kann der Webserver solche Anfragen abweisen:

    Apache und LiteSpeed (.htaccess im Webordner, ganz oben)

    <IfModule mod_rewrite.c>
      RewriteEngine On
      RewriteCond %{HTTP:Content-Type} multipart/form-data [NC]
      RewriteRule ^ - [F,L]
    </IfModule>

    nginx (in jedem server-Block, der an PHP weitergibt)

    if ($http_content_type ~* "multipart/form-data") {
        return 403;
    }

    Das blockiert auch Datei-Uploads, etwa Produktbilder im Shop-Backend oder Formulare mit Anhang. Testen Sie danach Login, Bestellung und Formulare. Brauchen Sie Uploads, beschränken Sie die Regel auf die Adressen ohne Upload oder nehmen Sie die Seite bis zum Update vom Netz. Session-Upload-Progress abzuschalten reicht laut einem PHP-Kernentwickler allein nicht.

    3Nach dem Update

    • Version prüfen, und zwar über den Webserver, nicht über die Kommandozeile.
    • Geheimnisse wechseln, die PHP lädt: Datenbank-Passwort, API-Schlüssel von Zahlungsanbieter und Mailversand, Session- und Token-Secrets. CVE-2026-109618 kann Arbeitsspeicher nach außen geben, auch ohne dass Code ausgeführt wird.
    • Nach fremden PHP-Dateien suchen, vor allem in Upload-Ordnern, dazu nach geänderten .htaccess-Dateien, neuen Cronjobs und neuen Admin-Konten.
    • Die Sperre aus Schritt 2 nur entfernen, wenn Sie Uploads brauchen.

    4Meldepflichten prüfen

    • DSGVO: Konnten personenbezogene Daten abfließen, ist eine Meldung an die Datenschutzbehörde binnen 72 Stunden zu prüfen (Art. 33).
    • NIS2: Fällt Ihr Unternehmen darunter und gab es einen erheblichen Vorfall, ist eine Frühwarnung binnen 24 Stunden fällig.
    • Cyber Resilience Act: Hersteller, die PHP in Geräten oder Software ausliefern, müssen aktiv ausgenutzte Schwachstellen binnen 24 Stunden melden (Art. 14).
    Mehr zum Cyber Resilience Act →

    Wir übernehmen das

    Zwei Pakete zum Festpreis, nur für Unternehmen. Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden, meist am selben Werktag. Rechnung nach Abschluss.

    Online bleiben statt abschalten

    Sicherheitsbehörden raten, Systeme vom Netz zu nehmen, die sich nicht sofort aktualisieren lassen. Für einen Shop heißt das: keine Bestellungen, bis der Hoster nachzieht. Mit der Sofortmaßnahme bleibt Ihre Website in den meisten Fällen erreichbar, und die bekannten Angriffswege sind trotzdem zu. Braucht die Seite Uploads, sperren wir gezielt die Adressen ohne Upload und sagen Ihnen offen, welches Restrisiko bleibt.

    Schnell-Check
    Für bis zu drei Domains bei einem Hoster
    €490
    Festpreis
    • Prüfung von außen: PHP-Version, erreichbare PHP-Dateien, Schutz aktiv oder nicht
    • Bestandsaufnahme aller PHP-Dateien auf Ihrem Hosting-Konto
    • Sofortmaßnahme einbauen und testen (Login, Bestellung, Formulare)
    • Versionsangabe des Servers ausblenden
    • Kurzbericht mit der Liste der zu wechselnden Zugangsdaten
    • Nachkontrolle, sobald Ihr Hoster das Update eingespielt hat
    Beauftragen
    Erste Hilfe bei Verdacht
    Bis zu ein Arbeitstag, wenn es Anzeichen eines Angriffs gibt
    €990
    Festpreis
    • Alles aus dem Schnell-Check
    • Spurensuche: fremde und geänderte Dateien, Cronjobs, neue Admin-Konten, auffällige Anfragen in den Logs
    • Sicherung der Spuren für eine spätere Untersuchung
    • Plan zum Wechsel aller Zugangsdaten
    • Einschätzung der Meldepflichten nach DSGVO, NIS2 und CRA mit Entwürfen für die Meldungen
    Beauftragen

    Was wir nicht anbieten: eine forensische Untersuchung. Finden wir Hinweise auf einen Einbruch, sagen wir das klar und empfehlen die nächsten Schritte.

    So läuft es ab

    1. 01
      Freigabe

      Sie füllen das Formular aus und senden die Freigabe von Ihrer Firmenadresse.

    2. 02
      Prüfung von außen

      Ohne Zugang, meist innerhalb weniger Stunden. Oft ist danach schon klar, ob Sie betroffen sind.

    3. 03
      Zugang

      Am besten ein eigenes FTP- oder SFTP-Konto nur für uns, beschränkt auf den Webordner. Ist Ihnen das zu technisch, arbeiten wir mit dem Zugang zu Ihrem Hosting-Konto und stellen Einstellungen wie die PHP-Version selbst um. Danach ändern Sie das Passwort.

    4. 04
      Maßnahme und Test

      Wir ändern nur, was abgesprochen ist, und dokumentieren jede Änderung samt Rückweg.

    5. 05
      Bericht

      Was wir gefunden und geändert haben, was offen ist und welche Zugangsdaten Sie wechseln sollten.

    6. 06
      Zugang zurück

      Sie löschen das Zusatzkonto und ändern geteilte Passwörter. Wir bewahren keine Zugangsdaten auf.

    Auftrag und Freigabe

    Die Angaben werden nicht auf unserem Server gespeichert. Das Formular erstellt eine E-Mail, die Sie von Ihrer Firmenadresse an uns senden. Sie gilt als schriftliche Freigabe. Wer lieber unterschreibt, nutzt die Druckfassung.

    Paket

    Passwörter bitte nie in diese E-Mail schreiben. Senden Sie sie nach unserer Bestätigung per Signal oder WhatsApp an +43 690 10 44 0002 (Ende-zu-Ende-verschlüsselt) oder über einen Link, der sich selbst löscht.

    Die Freigabe gilt 30 Tage ab Absenden oder bis zum Abschluss des Auftrags und kann jederzeit per E-Mail widerrufen werden.

    Noch offen: Firma, Ihr Name, E-Mail (Firmenadresse), Domains und Server, Ich bin berechtigt, für …, Ich erlaube die Prüfung …, Ich erlaube Änderungen an …, Ich beauftrage SECINTS e.U. …

    Öffnet sich kein Mailprogramm, kopieren Sie den Text und senden Sie ihn an office@secints.com.

    Auftragsbedingungen und Auftragsverarbeitung

    Stand 22. Oktober 2026

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    Diese Seite gibt den Stand vom 22. Oktober 2026 wieder und dient der Information. Sie ersetzt keine Prüfung im Einzelfall und keine Rechtsberatung.